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Unsere aktuellen Termine (2024): 01.-02.06.2024; 06.-07.07.2024; 08.09.2024; 12.-13.10.2024
Außerhalb der Veranstaltungen: vom 30.03.2024 bis 26.10.2024 samstags von 10:00-17:00 Uhr.
Weitere Informationen gibt es hier.
06.-07.07.2024: Sommerdampf

Aktuelles

19.12.2023: Weihnachtsgrüße

Liebe Freunde des Historischen Lokschuppens Wittenberge

Wieder mal ist ein Jahr vergangen und wieder mal fragt man sich, wo die Zeit geblieben ist. Für uns war das Jahr jedenfalls sehr abwechslungsreich und spannend. Wir haben viele schöne Veranstaltungen im Jahr 2023 durchgeführt und viele, viele Gäste in unserem Museum begrüßen dürfen. Toll, dass Sie uns besucht haben. Inzwischen hören wir immer häufiger, dass Gäste uns ihren Freunden und Bekannten weiterempfehlen. Vielen Dank auch dafür! Das macht uns ziemlich stolz und bestätigt uns, dass wir offenbar auf dem richtigen Weg sind.
Nun kehrt auch im Museum ein wenig Weihnachtsruhe ein. Unsere Gastlokomotive 86 1333 ist von ihrem letzten Einsatz auf der Heidekrautbahn bei Berlin wohlbehalten wieder in Wittenberge angekommen und verbringt nun die nächsten Wochen und Monate unter Dach bei uns.


Ein paar kleinere Fahrzeuge dürfen ein wenig Winterluft schnuppern, weil ihr Gleis im Lokschuppen derzeit anderweitig belegt ist.

Unsere Aktiven machen derzeit auch ein wenig Pause zuhause. Nur einer wurde gerade gestern im Lokschuppen gesichtet. Er trug eine auffällige Warnkleidung und einen Vollbart. Kennt den vielleicht jemand? Bestimmt.


Jedenfalls war er unterwegs, um nicht nur Sie und uns zu besuchen, sondern hat hoffentlich auch ein paar Geschenke im Gepäck. Und falls es nicht von ihm kommt, schenken Sie sich doch selber einen Besuch in unserem Museum oder zu einer unserer nächsten Veranstaltungen im kommenden Jahr. Freuen Sie sich schon jetzt auf etwas Großes. Wir feiern nämlich Anfang Mai 2024 das dreißigjährige Bestehen unseres Vereins und planen dazu wirklich außergewöhnliche Aktivitäten.
Bis zu unserem nächsten Newsletter wünschen wir Ihnen eine angenehme Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.

28.11.2023: Deutschlands größte Sammlung von Eisenbahn-Läutewerken

Sie werden sich bestimmt fragen, was Läutewerke mit der Eisenbahn zu tun haben. Nun, heute werden wir eine Antwort darauf liefern und die hat sehr viel mit dem vor ca. einem Jahr verstorbenen Fachbuchautor und Heimatchronisten Wolfgang List zu tun, der in Stendal sein Zuhause hatte.

Er begann im Jahr 1984, Läutewerke der Eisenbahn zu sammeln. Dabei handelt es sich um Apparaturen zur Zugmeldung von einer Betriebsstelle einer Eisenbahn zur anderen, also sagen wir von einem Bahnhof zum nächsten und allen dazwischen liegenden Betriebsstellen, wie zum Beispiel Schrankenwärtern. Sie alle mussten informiert werden, wenn im angrenzenden Bahnhof ein Zug in ihre Richtung losfuhr. Und das geschah mittels Tonsignalen in Form von Glockenschlägen.
Wie wurden diese Glockenschläge erzeugt? Die Bahnhofsvorsteher – heute würde man sie Fahrdienstleiter nennen - eines jeden Bahnhofes hatten in ihrem Büro eine Induktorkurbel, die elektrischen Strom erzeugte.

Dieser Strom wurde über Kabel entlang der Strecke über alle dazwischenliegenden Betriebsstellen bis zum Büro des nächsten Bahnhofsvorstehers geführt.

In diesen Betriebsstellen und in besagtem Büro befanden sich nun Läutewerke in unterschiedlichen Größen, die von dem Strom ausgelöst wurden. Und zwar bewirkte der Strom, dass in den Läutewerken eine Sperre gelöst und eine Art Uhrwerk aktiviert wurde, das entfernt an das einer Standuhr in der guten Stube unserer Großeltern erinnert.


Mit dem Uhrwerk wurden die auf dem Läutewerk befindlichen Glocken mehrfach geschlagen, z.B. sechsmal hintereinander. Damit immer gewährleistet war, dass die Läutewerke auch funktionierten, musste sie regelmäßig gewartet und ihre Uhrwerke aufgezogen werden. Diese Aufgabe oblag an allen Eisenbahnstrecken Streckenposten/Streckenwärtern.

Die Glockenschläge waren das Zeichen, dass sich ein Zug auf der Strecke befand und man demnächst mit seiner Annäherung rechnen musste. Die Schrankenwärter mussten sich dann bereit machen, um die Schranken herunterzukurbeln und im nächsten Bahnhof musste alles für die Einfahrt des Zuges vorbereitet werden, z.B. die Weichen in das richtige Gleis gestellt werden. Man schätzt, dass es bei den deutschen Eisenbahnen mehrere Zehntausend Läutewerke in unterschiedlichen Ausführungen gab. Diese Art der Zugmeldung gab es ab 1846. Sie endete Ende der 1950er Jahre, als modernere Fernmeldetechnik die Aufgabe übernahm.
Die Läutewerke gab es in unterschiedlichen Ausführungen und Größen. Sollte ein Läutesignal in einem Büro erzeugt werden, reichte eine kleine Ausführung, die an der Wand hing oder auf dem Schreibtisch des Bahnhofsvorstehers stand.


Damit das Läutesignal jedoch über größere Distanz zu hören ist, hatten die Großläutewerke Glocken in verschieden großer Ausführung. Einige waren an Außenwänden oder auf Dächern befestigt.


Oder sie waren auf eigens für die Läutewerke hergestellten Gerätehäusern befestigt, welche die Größe einer Telefonzelle erreichen konnten. Dabei gab es wiederum unterschiedliche Ausführungen aus Holz oder Metall, je nach Hersteller und Bahngesellschaft, die sie einsetzte.




Wolfgang List hatte seine Sammlung über 40 Jahre hinweg aufgebaut und in seinem Garten und Gartengebäude etliche Geräte installiert und betriebsfähig wiederhergestellt. Die Schaltzentrale und Ort der Aufbewahrung kleinerer Objekte befanden sich in einem kleinen, extra dafür gewidmeten Gebäude, das liebevoll Posten 93 genannt wurde.


Leider musste das Anwesen der Familie List nach seinem Tod aufgegeben und verkauft werden, was die Sammlung obsolet machte. Wir kamen mit der Familie im März 2023 in Kontakt und es wurde bald klar, dass die Sammlung erhalten und in Wittenberge ausgestellt werden sollte. Wir danken dafür sehr herzlich und werden damit Wolfgang List ein Denkmal setzen.
Während des Sommers 2023 wurden die Exponate sorgsam demontiert und mit Pkw, Anhänger und einem Lkw nach Wittenberge gebracht.



In Wittenberge wurden inzwischen auf dem Gelände des sogenannten Kohlenhofes die großen Exponate aufgestellt, die für die Verwendung im Freien gedacht sind. Dazu wurden entsprechende Fundamente gegossen und die Apparate darauf montiert.





Die „Kleinteile“ und der Rest der Sammlung von Wolfgang List, zu der auch eine sehr umfangreiche Dokumentation gehört, werden demnächst in unserem neuen Ausstellungsraum im südlichen Giebelgebäude des Lokschuppens Platz finden.





Dazu werden wir in dem Ausstellungsraum die Vitrinen installieren, die uns das Deutsche Technikmuseum in Berlin gestiftet hat. Sie müssen allerdings noch aufgebaut und eingerichtet werden. Wir werden über die Fortschritte berichten.
Wenn Sie Interesse haben, daran mitzuarbeiten, melden Sie sich gerne beim Vorstand (info@dampflok-wittenberge.de). Es ist eine sehr interessante Aufgabe, bei der Fingerspitzengefühl und Intellekt gefragt ist. Denn nicht nur müssen die Exponate aufgestellt werden, sondern auch die Ausstellung derart gestaltet werden, dass die zukünftigen Besucher verstehen, worum es eigentlich geht. Dazu gehört sicher einige Recherchetätigkeit, ein paar pädagogische Fähigkeiten und etwas Phantasie, um entsprechende Schautafeln und Beschriftungen zu gestalten. Hätten Sie Lust, im Team mitzuarbeiten? Es würde uns sehr freuen.
Natürlich ist das Ganze auch mit Kosten verbunden, die wir irgendwie stemmen müssen. Auch hier können Sie helfen. Gerade in der Weihnachtszeit ist es ja üblich, dass gemeinnützige Organisation nach Spenden fragen und wir machen da keine Ausnahme. Sie wissen ja, die Gabe von Spenden ist eines der wenigen Sachen auf Erden, die glücklich machen, aber nicht dick. Sprechen Sie dazu auch gerne unseren Vorstand an. Danke herzlichst schon einmal im Voraus!

25.11.2023: Aktuelles aus Wittenberge

Auch nach dem Ende der Saison 2023 wird die Arbeit nicht weniger. Nachdem uns heute der erste Schnee überrascht hatte, …

… verlagerten sich die Aktivitäten dann doch zunächst eher in den Lokschuppen. Hier gibt es Fortschritte von unserem Bagger T174 zu berichten. Nach intensiver Aufarbeitung des Antriebs und der Nebenaggregate sowie dem Ersatz aller Hydraulikleitungen ist der Zusammenbau nun soweit fortgeschritten, dass die Betriebsflüssigkeiten gefüllt werden können. Der erste Probelauf steht unmittelbar bevor.



Auch unser Gabelstapler brauchte etwas Zuwendung, damit die Gabel demnächst wieder stapeln kann. Leider ist der Anlasser defekt und muss ersetzt oder repariert werden. Mal sehen, was da noch geht.

Außerdem wurde wieder am Tender der 50 3570 gebaut. Hier wurden noch einige Bleche an der Stirnseite erneuert, die öfter mal durchrosten. Eine bekannte Schwachstelle bei den Tendern. Wir hoffen, dass die Reparatur des Fahrzeugs nun endlich abgeschlossen werden kann. Während einer die Bleche vorrichtet, schweißen andere sie ein.


Dann gab es endlich mal Mittagessen. Der Küchenchef hatte da etwas Leckeres gezaubert.

Nach dem Mittagessen war zum Glück der Schnee geschmolzen und es gab noch einige größere Rangieraufgaben zu bewältigen. So wurde die 50 3700 vorübergehend als Blickfang hinter dem Lokschuppen platziert und grüßt nun alle vorbeifahrenden Bahnreisenden. 50 3685, die während der letzten Monate draußen verbracht hatte, durfte dafür wieder in den Lokschuppen



Soviel für heute und zum aktuellen Stand. Beim nächsten Newsletter werden wir im Dezember über die neu übernommene Sammlung von Läutewerken berichten. Eine wirklich spannende Sache. Freuen Sie sich darauf!

24.10.2023: Rückblick auf den Oktober

Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass unser letzter Newsletter schon wieder etliche Wochen alt ist. Das möchten wir hiermit ändern und Ihnen, liebe Freunde des Historischen Lokschuppens Wittenberge, eine kleine Übersicht über unsere Aktivitäten im Oktober 2023 geben. Der Monat war gestopft voll von Aktivitäten. Aber fangen wir von vorne an.
Kontinuierlich arbeiten wir an der Erhaltung unserer Gleisanlagen. Denn was nützt das schönste Museum, wenn man die Fahrzeuge darin nicht sicher bewegen kann. Diesmal wurden Arbeiten auf der sogenannten Magdeburger Bahnhofseite durchgeführt. Dabei wurden von einer Gleisbaufirma viele Schwellen aus Holz gegen solche aus Beton getauscht. Außerdem wurden Reste von Weichen ausgebaut, die nicht mehr benötigt werden.



Neben dem Museumsbetrieb war der Lokschuppen auch noch für einige Festivitäten geöffnet. So gab es zwei Empfänge im Lokschuppen, für die entsprechende Sitzgelegenheiten und Dekoration aufgebaut wurden. Gerade in der wärmeren Jahreszeit bietet unser Lokschuppen ein tolles Ambiente für solche Gelegenheiten. Wenn Sie den Lokschuppen auch für Ihre private oder betriebliche Feier nutzen möchten, sprechen Sie uns gerne an.




Höhepunkt im Oktober war unsere Veranstaltung „Herbstdampf 2023“. Wir durften einige Gäste dazu begrüßen, die ihre Fahrzeuge für die Ausstellung zur Verfügung stellten. Wir danken insbesondere der Firma Pressnitztalbahn, die mit ihrer Dampflok 86 1333 zu Besuch war, und der Firma Lok-OST, die ihre Diesellok 232 903 zur Verfügung stellte. Außerdem danken wir dem Blaulichtmuseum Beuster, der Transportpolizei aus Pritzwalk und etlichen privaten Sammlern für die Ausstellung ihrer Lastwagen, Automobile und Zweiräder. Wir danken auch dem Kulturlokschuppen Neumünster und dem Verein Hafenbahn Neustrelitz, die uns mit ihren Sonderzügen besuchten. Wir haben uns sehr über Euren Besuch gefreut und denken, dass Eure Fahrzeuge auch den Besuchern gefallen haben.
Wo wir gerade über Besucher sprechen: Wir waren überrascht, wenn nicht sogar überwältigt von den hohen Besucherzahlen. Insgesamt haben wir knapp 2.200 Besucher begrüßen dürfen. Und das, obwohl der Samstagnachmittag ziemlich verregnet war. Es war also ein toller Erfolg für uns und wir glauben, dass wir unseren Besuchern einiges geboten haben. Die vielen freundlichen Rückmeldungen waren Ansporn für uns, im nächsten Jahr so weiterzumachen.



Leider haben die Aktiven selbst kaum Zeit gehabt, während der Veranstaltung Fotos zu schießen. Alle waren ständig mit irgendwelchen Aufgaben betraut. Aber es gab einige Schnappschüsse, die wir Ihnen nicht vorenthalten wollen.
Erschöpfter Heizer am Ende der Schicht:

Das Mittagessen muss warmgehalten werden:

Ein bisschen Spaß muss sein:

Rangierarbeiten mit Diesellok 320 001



Und als ein wenig Ruhe einkehrte, ruhten sich unsere stählernen Hauptdarsteller im Lokschuppen aus:




Nachdem sich die Aktiven eine Woche ausgeruht hatten, ging es aber bereits am vergangenen Wochenende weiter. So werden nun nach und nach unsere Dampfloks winterfest gemacht. Das bedeutet, dass insbesondere das Wasser aus dem Kesseln, Vorratsbehältern und Leitungen abgelassen werden muss, um Frostschäden im Winter zu vermeiden. Die Kessel müssen auch von innen und außen gereinigt werden. Letztes Wochenende war Lok „Emma“ zu Behandlung.


Und weil auch unsere Gebäude weiter ausgebaut und instandgehalten werden müssen, hat sich eine Gruppe von Aktiven mit dem Einbau neuer Zimmerdecken in einem Gebäude auf dem sogenannten Kohlenhof beschäftigt. Hier soll über den Winter unter anderem ein Teil der Ausstellung von Läutewerken aufgebaut werden. Wir werden über diese spannende Geschichte berichten.



Fahrzeuge: Emma, V 320 001-1

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13.09.2023: Herbstdampf in Sicht

Mit Riesenschritten nähern wir uns unserer dritten und letzten Veranstaltung in diesem Jahr. Am 7. und 8.10. wird nach Möglichkeit nochmal alles dampfen und dieseln, was sich selbst bewegen kann. Eintrittskarten für die Veranstaltung gibt es vor Ort zum Preis von € 8,- (Erwachsene) / 4,- (Kinder) / 20,- (Familien).
Dazu sind natürlich die etliche Vorbereitungen zu treffen, die uns schon seit einiger Zeit begleiten und immer intensiver werden, je näher wir dem Termin kommen. Was genau wird im Einsatz sein? Da wären zunächst einmal unsere beiden Dampfloks 50 3570 und Emma, die schon in den Startlöchern stehen. Unterstützt werden sie diesmal von der Dampflok 86 1333 der Pressnitztalbahn, die extra für unsere Veranstaltung ihre Heimreise von Hamburg bei uns unterbricht. Die Lokomotive wurde übrigens 1939 bei der Wiener Lokomotivfabrik Floridsdorf gebaut und wurde zunächst unweit von Wittenberge in Waren, Wittstock, Parchim und Güstrow eingesetzt. Quasi also ein Heimspiel.

Aus der Dieselfraktion werden wir Ihnen voraussichtlich unsere Kleinloks der Deutschen Reichsbahn und der Osthannoverschen Eisenbahn vorführen. Daneben erleben Sie auch die Großdieselloks V320 und voraussichtlich 114 774. An letztgenannter arbeiten wir noch im Rahmen ihrer Hauptuntersuchung. Inzwischen konnten die Kardanwellen der Lok wieder eingebaut und die Bremsteile zusammengesetzt werden. Fahren und bremsen kann sie also schonmal wieder.

Was ist sonst noch geschehen? Wir hatten am vergangenen Wochenende drei Veranstaltungen zu absolvieren und das war nicht nur aufgrund des sommerlichen Wetters ziemlich anstrengend. Am 9.9. öffneten unsere Nachbarn, die Schienenfahrzeugwerke Wittenberge, ihre Tore für Interessierte. Dabei haben wir natürlich unterstützt, weil wir uns ja eigentlich das Gelände des ehemaligen Bahnbetriebswerkes Wittenberge teilen. Wir denken auch, dass wir uns gut ergänzt haben, denn die SfW zeigten moderne Technik, wir dagegen die historische.


Am 9.9. abends fand dann ein klassisches Konzert im Lokschuppen vor historischer Kulisse statt. Das Quartett und wir freuten uns über mehr als 150 Kulturbegeisterte, die im Lokschuppen den Klängen von Bach, Mendelsohn und Co. lauschten. Tolle Atmosphäre! Schön, dass immer mehr Leute auch solch ein Angebot wahrnehmen.

Am Sonntag fand dann der bundesweite Tag des offenen Denkmals statt. Auch hieran haben wir uns beteiligt und konnten etlichen Besuchern über unsere Aktivitäten zum Erhalt unseres Denkmals berichten.
Heute können wir auch über eine weitere kleine Sensation berichten. Zwar ist leider der bekannte Stendaler Fachbuchautor und Eisenbahnliebhaber Wolfgang List vor einiger Zeit verstorben. Wir konnten uns aber mit der Familie dahingehend verständigen, dass unser Museum die umfangreiche Sammlung von Läutewerken übernimmt und ausstellt. Dabei handelt es sich um diverse, teilweise telefonzellengroße Geräte, die vor der Digitalisierung der Eisenbahn der Meldung von ankommenden und abgehenden Zügen per Morsezeichen dienten. Wolfgang List hatte solche Anlagen aus etlichen Teilen Deutschlands vor der Verschrottung bewahrt und in seiner Privatsammlung funktionsfähig restauriert. Nun bekommen die Teile in Wittenberge ihren würdigen Platz. Wir danken den Angehörigen noch einmal sehr herzlich für ihre Bereitschaft, uns die Sammlung zu übergeben. Wir haben vor einigen Tagen mit der Aufstellung der großen Ausstellungsstücke in unserem Freigelände begonnen.


Nun nochmal zurück zum Anfangsthema, dem sich abzeichnenden Herbstdampf: Auf die Veranstaltung an sich haben wir bereits hingewiesen. Darum herum gibt es jedoch noch einige Schmankerl, die auch noch erwähnt werden wollen.
Da sind zunächst die Zubringerfahrten zu unseren Dampftagen. Am Samstag, den 7.10. verkehrt ein Sondertriebwagen aus Neumünster nach Wittenberge, am Sonntag ein Schienenbus „Ferkeltaxe“ aus Neustrelitz. Es gibt noch Fahrkarten. Wenn Sie also standesgemäß mit einem dieser Züge anreisen möchten, finden Sie nähere Informationen und Buchungsmöglichkeit auf unserer Internetseite https://www.dampflok-wittenberge.de und der Internetseite der Kollegen aus Neumünster https://www.kulturlokschuppen.de .
Wenn Sie am Samstag, den 7. Oktober, mit dem Auto anreisen und es aus DDR-Produktion stammt, haben Sie die Gelegenheit, damit direkt auf das Museumsgelände zu fahren und sich den Eintrittspreis zu sparen. Wir bitten allerdings um Voranmeldung per Email an service@bw-wittenberge.de .

Und wenn Sie gerne stilvolle Fotos von unseren Fahrzeugen und der Gastlok 86 1333 machen wollen, bieten sich besonders unsere Fotostunden am Samstag, 7.10., ab 17:00 Uhr an. Hier spielen wir Szenarien aus dem Betriebsdienst nach Drehbuch nach und sorgen für Ihren Fotogenuss zur blauen Stunde, ohne dass Sie Sorgen haben müssen, dass Ihnen jemand durchs Bild läuft. Karten zum Preis von € 30,- erhalten Sie am 7.10. am Museumseingang.