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Unsere aktuellen Termine (2023): 06.-07.05.2023; 08.-09.07.2023; 10.09.2023; 07.-08.10.2023
Außerhalb der Veranstaltungen: vom 08.04.2023 bis 21.10.2023 samstags von 10:00-17:00 Uhr.
Weitere Informationen gibt es hier.
06.-07.05.2023: Frühjahrsdampf

Aktuelles

04.12.2022: Fast wie zu Zeiten der Deutschen Reichsbahn

In der vergangenen Woche musste die Dampflok 01 509 angeheizt werden, weil sie am Samstag einen Sonderzug von Plauen nach Wernigerode bespannen sollte. Das ist, wie einige vielleicht wissen, nicht so ganz einfach. Um die ölgefeuerte Lok in Betrieb zu setzen bedarf es nämlich eines Dampfspenders, diesmal in Form unserer Dampflok 50 3570.
So wurde am frühen Mittwochmorgen also zunächst die kohlegefeuerte Dampflok 50 3570 angeheizt.

Nachdem diese Lok unter Dampf stand, wurde sie an die 01 509 gekuppelt und die Heizleitungen der beiden Lokomotiven wurden verbunden. Auf dem folgenden Bild sieht man die Heizleitung unter den Puffern zwischen den beiden Lokomotiven

Dann wurde über mehrere Stunden hinweg Dampf von der 50 3570 in die 01 0509 gepumpt. Mit diesem Dampf wurde zunächst der Schwerölvorrat der 01 auf ca. 60 Grad vorgeheizt, damit das Öl flüssig wird. Außerdem wurde das Wasser im Kessel der Lok langsam angewärmt. Nach ein paar Stunden wurden schließlich die Ölbrenner der 01 in Betrieb genommen, um das nun flüssige Schweröl in die Brennkammer der Lok zu einzuspritzen. Der dabei entstehende Ölnebel wird mit einer Lunte gezündet und somit das Feuer im Kessel der 01 entfacht. Die Brenner müssen dann wiederum einige Stunden arbeiten, um das Wasser im Kessel der Lok zu erhitzen und den Kessel auf den notwendigen Betriebsdruck zu bringen.
Nach etlichen Stunden hatte die 01 509 dann den nötigen Dampfdruck, um sich aus eigener Kraft bewegen zu können.


Wie das Anheizen der 01 509 funktioniert, haben wir auch in einem kleinen Film dargestellt. Diesen finden Sie auf unserem Youtube-Kanal bzw. unter folgendem Link:

https://youtu.be/9SjOIgxeMac

Was ist sonst noch passiert?

Am letzten Samstag konnten wir bei unserer Dampflok 50 3570 mit der Winterwartung beginnen. Dazu wurde zunächst das Wasser aus dem Kessel und dem Tender abgelassen, um Frostschäden zu vermeiden und den Kessel auswaschen zu können.

Mit deutlich sichtbaren Schritten ging der Innenausbau unseres Wagen 190 805 voran. Hier konnte die neue Deckenverkleidung aus Sperrholz angebracht werden.



Und natürlich sind auch immer etliche "Kleinigkeiten" zu erledigen. So fällt in der dunklen Jahreszeit sofort auf, wenn Lampen defekt sind. Der schwindelfreie Kollege muss dann in luftige Höhen aufsteigen, um die Birnen zu wechseln

Fahrzeug: 50 3570-4

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12.11.2022: Ein Blick hinter die Kulissen

Nachdem die Museumssaison des Jahres 2022 beendet wurde, beginnen wir heute mit einer lockeren Folge von Blicken hinter die Kulissen. Wir berichten über Orte oder Begebenheiten, die ein Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt. Heute widmen wir uns dem Wasserturm im hinteren Teil unseres Museumsgeländes, der 1898 gebaut wurde.

Das markante Bauwerk besteht aus drei wesentlichen Teilen, von denen nur zwei äußerlich sichtbar sind. Er dient zur Versorgung von Dampflokomotiven, die zur Erzeugung des Dampfes jede Menge Wasser benötigen und das regelmäßig "getankt" werden muss. Der Turm beherbergt in dem breiten oberen Teil einen stählernen Behälter, der ca. 200 m³ Wasser fassen kann. Da sich der Behälter auf 12 Meter Höhe befindet, beträgt der Wasserdruck am Boden des Turms also etwas mehr als ein Bar, je nachdem wie hoch der Behälter gefüllt ist. Wagen wir mal gemeinsam einen Blick hinein:
Wenn man die Eingangstür öffnet, gelangt man in den Schaft des Turms. Hier erkennt man in der Mitte dicke Rohrleitungen, die senkrecht vom Boden bis in die Decke reichen. Es handelt sich um insgesamt drei Leitungen. Durch eine davon wird Grundwasser aus unserer Brunnenanlage in den Vorratsbehälter hochgepumpt. Durch die anderen beiden Leitungen stürzt das Wasser aus dem Vorratsbehälter hinab, wenn man einen der drei im Gelände befindlichen Wasserkräne öffnet.

Mutige und schwindelfreie Mitarbeiter des Museums können über eine stählerne Leiter im Turm aufsteigen. Bitte versuchen Sie das aber aus Sicherheitsgründen nicht selbst, wenn Sie unser Museum das nächste Mal besuchen und die Tür des Turms offenstehen sollte.

Oberhalb der Zwischendecke erreicht man den Vorratsbehälter. Eine weitere Treppe führt nach oben zum oberen Rand des Behälters


Der dritte Teil des Turms befindet sich unter der Erde. Hier gibt es ein Untergeschoss, in dem die Steig- und Fallrohre durch die dicken Wände in das außenliegende Erdreich führen und dann weiter zu den Wasserkränen im Gelände. Die Technik des Wasserturms und gesamte Wasserversorgungsanlage wurde nach Eröffnung des Museums durch unsere Freiwilligen wieder betriebsfähig restauriert, damit wir Ihnen heute wieder eine authentische Versorgung unserer Dampfloks vorführen können. Weitere Details dazu beim nächsten Mal.


Erfreuliches gibt es sonst noch zu berichten. Wie Sie vielleicht verfolgt haben, ist der Verein seit ungefähr drei Jahren im Besitz des Beiwagen 190 851. Er ist ein alter Prignitzer, denn er wurde jahrzehntelang auf den Nebenbahnen rund um Perleberg und damit in unserer nächsten Nachbarschaft eingesetzt. Nach Stilllegung der Strecken wurde er nach Berlin umbeheimatet und diente als Dienstfahrzeug dem (Ost-)Berliner Bauamt bzw. der Deutschen Reichsbahn. Zuletzt wurde er in einem Lager des Berliner Museums für Verkehr und Technik aufbewahrt. Freundlicherweise hat uns dieses Museum das Fahrzeug überlassen. Wir erinnern uns, dass er Mitte Dezember 2019 mit verblichenem Lack, aber immerhin noch auf eigenen Rädern in Wittenberge ankam.

Nun konnten die Blecharbeiten am Wagenkasten abgeschlossen und die Lackierung vollendet werden. Heute fand das erste Roll out statt, um seinen neuen glänzenden Lack einmal bei Tageslicht betrachten zu können.


Der Wagen soll mittelfristig wieder betriebsfähig werden, um Sie, verehrte Besucher befördern zu können. Bis dahin ist es allerdings noch ein Stück Weg. So müssen zunächst teilweise neue Fenster aus Sicherheitsglas angefertigt werden, der Innenraum, Sitze und Fußboden bedürfen der Auffrischung. Technisch müssen Achsen und Bremse, Puffer und Zughaken überprüft werden. Außerdem wollen wir eine zeitgemäße autonome Heizung einbauen, damit auch ein Betrieb an kühleren Tagen möglich ist. Vielleicht ein System aus dem Bus- oder Wohnmobilsektor. Wenn Sie Ideen oder sogar Teile dafür haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir sind für jede Hilfe dankbar.
Fahrzeug: 190 851-6

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22.10.2022: Nach der Saison ist vor der Saison

Am heutigen Samstag war das Museum letztmalig regulär in diesem Jahr geöffnet. Diese Gelegenheit nutzten etliche Besucher, um uns noch einen Besuch abzustatten. Vielen Dank für Ihr Kommen in diesem Jahr.
Die Aktiven waren damit beschäftigt, einige Lokomotiven auf den Winter vorzubereiten. So wurden alle Dampfloks ausgeschlackt und ihre Feuerkisten und Rauchkammern gründlich gereinigt. Bei der Dampflok Emma wurde zudem der Kessel ausgewaschen, weil sich während des Betriebs Kalkrückstände an seiner Innenseite ablagern. Sie kennen das vielleicht von ihrem Wasserkessel oder dem Heizstab ihrer Waschmaschine daheim. Der Kalk muss von Zeit zu Zeit entfernt werden. Dazu werden alle Waschluken im Kessel geöffnet und der Kessel mit einem scharfen Wasserstrahl ausgewaschen.
Das folgende Bild zeigt den Kollegen beim Öffnen einer Luke auf der Oberseite des Kessels

Nach dem Spülen zeigt sich das Ergebnis: Aus dem Kessel werden Kalkreste ausgespült

Bei 50 3570 wurden die Rückschlagventile ausgebaut. Sie dienen dazu, die Leitungen abzudichten, über die während des Betriebes frisches Wasser in den Kessel nachgespeist werden kann. Die Ventile bestehen aus zwei Teilen: Einerseits ein Gehäuse mit einer Dichtkante darin und andererseits der eigentliche Ventilkörper. Letzterer läuft am Ende kegelförmig zusammen und wird durch den Dampfdruck im Kessel gegen den Sitz im Gehäuse gepresst. Wird nun eine Pumpe angestellt, wird der Ventilkörper durch den Pumpendruck aus dem Sitz gehoben und Wasser kann durch den Spalt strömen. Die Teile sind aus Messing gefertigt, damit sie nicht rosten. Messing ist jedoch ein relativ weiches Metall. So kann es passieren, dass sich durch das Schließen des Ventils eine Furche im Ventilkörper bildet, wenn dieser wieder auf den Sitz gedrückt wird. Dadurch wird das Ventil im Laufe der Zeit undicht. Ventilkörper und –sitze müssen daher regelmäßig auf der Drehbank nachgearbeitet werden. Hier ein paar Bilder vom Ausbau und der Bearbeitung eines Ventils und ein Vergleich vor und nach der Bearbeitung.



Bei der Diesellok 0604 trat nach Ende der letzten Veranstaltung leider ein Ölleck auf, das nun lokalisiert werden musste. Zum Glück stellt sich jetzt heraus, dass nur der Druckschlauch zum Öldruckmanometer im Führerstand undicht geworden war.


Liebe Besucherinnen und Besucher, das war der Bericht von diesem Wochenende. Wir halten Sie natürlich weiter auf dem Laufenden, auch während der Winterpause. Falls Sie unser Museum im Winter besuchen möchten, so wird das nach Absprache möglich sein. Bitte melden Sie sich per Mail oder telefonisch an. Die Kontaktdaten dafür entnehmen Sie bitte dem Impressum unserer Internetseite. Das Museum öffnet regulär wieder am 8.4.2023. Vielen Dank und bis bald!
Fahrzeuge: 50 3570-4, Emma, OHE 0604

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13.10.2022: 10 Jahre Historischer Lokschuppen - Rückblick auf unsere Festveranstaltung

Im Oktober 2022 jährte sich das Bestehen des Historischen Lokschuppens in Wittenberge zum zehnten Mal. Das war für uns natürlich Grund genug, eine umfangreiche Feier zu organisieren, an die wir sicher noch gerne und lange zurückdenken werden. Die Vorbereitungen waren zwar anstrengend und haben den einen oder der anderen unter den Organisatoren ein paar graue Haare mehr beschert. Aber wir denken, dass es sich ausgezahlt hat und wir glauben, dass es unsere über 2.000 Besucher am vergangenen Wochenende auch so empfunden haben. Wir danken Ihnen, liebe Besucher, und Ihnen, liebe Unterstützer, sehr für Ihr Kommen und Ihre Hilfe.
Die Vorbereitungen begannen dieses Mal bereits am Donnerstag vor der Veranstaltung mit einigen Rangieraufgaben und der Vorbereitung der Logistik. Da wurde Bänke und Stühle aufgestellt, Bierfässer geschleppt und Absperrungen, wo nötig, errichtet und Hinweisschilder aufgehängt. Am Freitagmorgen begannen wir früh mit dem Anheizen unserer Dampflokomotiven. So wurden in den Kesseln der „Emma“, der „Pritzwalk“ und der 50 3570 die Feuer gezündet. Nachdem die Feuer durchgebrannt waren, wurden die Lokomotiven geputzt. Schließlich wollte man ja ordentlich zum Fest erscheinen.


Dann wurden die Exponate des Blaulichtmuseums in Beuster auf der anderen Elbeseite aufgestellt. Die Kollegen waren mit einem IFA L60 in der Lackierung des Technischen Hilfswerks und einem Tankwagen der Feuerwehr auf unserem Gelände präsent. Außerdem wurde ein schienengängiger Traktor der Reihe Fortschritt ZT-320 aus dem Traktorenwerk Schönebeck aufgestellt


Nachmittags trafen weitere Gastlokomotiven ein. Dabei handelte es sich um die Dieselloks 232 356 und 112 365 der ehemaligen Deutschen Reichsbahn, die heute durch die Firmen WFL und Lok-Ost im Güter- und Bauzugdienst eingesetzt werden.


Am späten Nachmittag hatte der Kessel unserer Dampflok 50 3570 schließlich Betriebsdruck erreicht. Dann wurden unsere Lok an die Dampflok 01 0509 gekuppelt, die der Firma Pressnitztalbahn gehört. Das war notwendig, weil letztgenannte ölgefeuert ist und zum Aufwärmen des Bunkeröls und zum Betreiben der lokeigenen Ölbrenner externe Starthilfe benötigt.

Schließlich stieg auch in der 01 der Druck und die Lokmannschaft konnte die eigenen Brenner zünden.


Nachdem nun alle Lokomotiven zum Leben erweckt worden und die Vorbereitungen soweit abgeschlossen waren, stieg die Vorfreude auf die kommenden beiden Tage. Am Samstag und Sonntag konnten wir sicher einige Highlights bieten. Dazu zählte natürlich die Anwesenheit unserer Gastlokomotiven, die sich abwechselnd auf der Drehscheibe präsentierten und auch an unseren Paradefahrten am Nachmittag teilnahmen. Nennenswert waren auch unsere Schienenexkursionen auf die Wittenberger Hafenbahn, die mit dem Triebwagen 672 910 der Hanseatischen Eisenbahn-Gesellschaft durchgeführt wurden. Abwechslungsreich war die Darbietung alter Uniformen aus DDR-Zeiten, die auf der Ladefläche unseres Schienenkleinlasters vorgestellt wurden. Und an die ganz Kleinen war auch gedacht: Hinter dem Lokschuppen verkehrte die Kindereisenbahn, die unseren Nachwuchs begeisterte. Hier einige Bilder, die an den beiden Tagen entstanden sind.






Am Abend war ein toller Regenbogen zu sehen, der genau auf den Lokschuppen zeigte.

Wir nehmen das als gutes Zeichen und hoffen, Ihnen liebe Besucher, in den vergangenen zehn Jahren viel Freude bereitet zu haben. Und wir hoffen natürlich auch, dass wir Ihnen in den kommenden Jahren Interessantes zeigen können. Bleiben Sie uns bitte gewogen!

Wir danken unter anderem
der Stadt Wittenberge und dem Landkreis Prignitz
der Prignitzer Eisenbahn und ihren Geschwisterfirmen
der Pressnitztalbahn
der Firma Lok-Ost
der Firma Wedler und Franz Logistik (WFL)
dem Blaulichmuseum Beuster
der Freiwilligen Feuerwehr Wittenberge
und allen Helfern und Helferinnen für ihren unermüdlichen Einsatz
und natürlich Ihnen, liebe Besucher für Ihr Kommen.

02.10.2022: Schnellzugdampflok im Historischen Lokschuppen

Wir freuen uns sehr, dass uns heute die Schnellzugdampflok 01 0509-8 erreicht hat. Die Schnellzugdampflok wurde 1935 bei der Firma Krupp gebaut und 1963 einer umfangreichen Rekonstruktion im Reichsbahnausbesserungswerk Meiningen unterzogen. Sie war bereits zwischen 1968 und 1976 in Wittenberge zuhause und gehörte damals mit ihren Schwesterlokomotiven zu den Stars des Bahnbetriebswerkes und der gesamten Deutschen Reichsbahn. Die Lokomotive gehörte zu den leistungsfähigsten Dampfloks, die je über deutsche Schienen gefahren sind und sie beförderte unter anderem die Interzonenzüge zwischen Hamburg und Berlin und war damit im sehr hochwertigen Reisezugdienst eingesetzt. Sie gehört heute der Firma Pressnitztalbahn, die sie regelmäßig vor Sonderzügen im gesamten Bundesgebiet einsetzt.
Wir freuen uns, dass wir Ihnen diesen Star anlässlich unseres Jubiläumswochenendes präsentieren können. Ein Grund mehr, dass Sie uns am nächsten Wochenende besuchen. Denn die Gelegenheit, die Lokomotive in ihrer alten Heimat zu bestaunen, bietet sich nicht häufig. Die folgenden Fotos zeigt die Lok bei ihrer Ankunft in Wittenberge am Sonntag, den 02.10.2022.




Am Jubiläumswochenende 8./9.10.22 haben wir täglich ab 10:00 Uhr für Sie geöffnet. Neben der Dampflok 01 0509 können Sie dann noch weitere Gastlokomotiven und unsere heimische Fahrzeugflotte bestaunen. Oder Sie drehen eine Runde mit unseren Museumszügen durch das Gelände und zum Hafen Wittenberge. Nicht zu vergessen auch die täglichen Fahrzeugparaden am Nachmittag. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!