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Unsere aktuellen Termine (2023): 06.-07.05.2023; 08.-09.07.2023; 10.09.2023; 07.-08.10.2023
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06.-07.05.2023: Frühjahrsdampf

Aktuelles

12.11.2022: Ein Blick hinter die Kulissen

Nachdem die Museumssaison des Jahres 2022 beendet wurde, beginnen wir heute mit einer lockeren Folge von Blicken hinter die Kulissen. Wir berichten über Orte oder Begebenheiten, die ein Besucher normalerweise nicht zu sehen bekommt. Heute widmen wir uns dem Wasserturm im hinteren Teil unseres Museumsgeländes, der 1898 gebaut wurde.

Das markante Bauwerk besteht aus drei wesentlichen Teilen, von denen nur zwei äußerlich sichtbar sind. Er dient zur Versorgung von Dampflokomotiven, die zur Erzeugung des Dampfes jede Menge Wasser benötigen und das regelmäßig "getankt" werden muss. Der Turm beherbergt in dem breiten oberen Teil einen stählernen Behälter, der ca. 200 m³ Wasser fassen kann. Da sich der Behälter auf 12 Meter Höhe befindet, beträgt der Wasserdruck am Boden des Turms also etwas mehr als ein Bar, je nachdem wie hoch der Behälter gefüllt ist. Wagen wir mal gemeinsam einen Blick hinein:
Wenn man die Eingangstür öffnet, gelangt man in den Schaft des Turms. Hier erkennt man in der Mitte dicke Rohrleitungen, die senkrecht vom Boden bis in die Decke reichen. Es handelt sich um insgesamt drei Leitungen. Durch eine davon wird Grundwasser aus unserer Brunnenanlage in den Vorratsbehälter hochgepumpt. Durch die anderen beiden Leitungen stürzt das Wasser aus dem Vorratsbehälter hinab, wenn man einen der drei im Gelände befindlichen Wasserkräne öffnet.

Mutige und schwindelfreie Mitarbeiter des Museums können über eine stählerne Leiter im Turm aufsteigen. Bitte versuchen Sie das aber aus Sicherheitsgründen nicht selbst, wenn Sie unser Museum das nächste Mal besuchen und die Tür des Turms offenstehen sollte.

Oberhalb der Zwischendecke erreicht man den Vorratsbehälter. Eine weitere Treppe führt nach oben zum oberen Rand des Behälters


Der dritte Teil des Turms befindet sich unter der Erde. Hier gibt es ein Untergeschoss, in dem die Steig- und Fallrohre durch die dicken Wände in das außenliegende Erdreich führen und dann weiter zu den Wasserkränen im Gelände. Die Technik des Wasserturms und gesamte Wasserversorgungsanlage wurde nach Eröffnung des Museums durch unsere Freiwilligen wieder betriebsfähig restauriert, damit wir Ihnen heute wieder eine authentische Versorgung unserer Dampfloks vorführen können. Weitere Details dazu beim nächsten Mal.


Erfreuliches gibt es sonst noch zu berichten. Wie Sie vielleicht verfolgt haben, ist der Verein seit ungefähr drei Jahren im Besitz des Beiwagen 190 851. Er ist ein alter Prignitzer, denn er wurde jahrzehntelang auf den Nebenbahnen rund um Perleberg und damit in unserer nächsten Nachbarschaft eingesetzt. Nach Stilllegung der Strecken wurde er nach Berlin umbeheimatet und diente als Dienstfahrzeug dem (Ost-)Berliner Bauamt bzw. der Deutschen Reichsbahn. Zuletzt wurde er in einem Lager des Berliner Museums für Verkehr und Technik aufbewahrt. Freundlicherweise hat uns dieses Museum das Fahrzeug überlassen. Wir erinnern uns, dass er Mitte Dezember 2019 mit verblichenem Lack, aber immerhin noch auf eigenen Rädern in Wittenberge ankam.

Nun konnten die Blecharbeiten am Wagenkasten abgeschlossen und die Lackierung vollendet werden. Heute fand das erste Roll out statt, um seinen neuen glänzenden Lack einmal bei Tageslicht betrachten zu können.


Der Wagen soll mittelfristig wieder betriebsfähig werden, um Sie, verehrte Besucher befördern zu können. Bis dahin ist es allerdings noch ein Stück Weg. So müssen zunächst teilweise neue Fenster aus Sicherheitsglas angefertigt werden, der Innenraum, Sitze und Fußboden bedürfen der Auffrischung. Technisch müssen Achsen und Bremse, Puffer und Zughaken überprüft werden. Außerdem wollen wir eine zeitgemäße autonome Heizung einbauen, damit auch ein Betrieb an kühleren Tagen möglich ist. Vielleicht ein System aus dem Bus- oder Wohnmobilsektor. Wenn Sie Ideen oder sogar Teile dafür haben, sprechen Sie uns gerne an. Wir sind für jede Hilfe dankbar.
Fahrzeug: 190 851-6

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